Cloud Expo Europe

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28. - 29. November 2017 Messe Frankfurt
 

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CLOUD EXPO EUROPE FRANKFURT

Die Cloud. 

Wo alles möglich ist. 

Event News

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  • Wir befinden uns im gerade erst im Anfangsstadium einer technischen Revolution, bei der das Internet komplett mit der realen Welt und allen Prozessen des Alltags verschmilzt. Dementsprechend steigt der Stromverbrauch der Rechenzentren in Deutschland und weltweit. Jens Gröger, Senior Researcher beim Öko-Institut e.V., über den ökologischen Fingerabdruck von Rechenzentren und die ökologisch korrekte Wahl von Cloud-Anbietern.

    Frage: Wie viel Strom verbrauchen moderne Rechenzentren?

    Jens Gröger: In Deutschland verbrauchen Rechenzentren und Datennetze derzeit rund 19 Terrawattstunden Strom pro Jahr. Im Jahr 2025 werden es voraussichtlich 25 Terrawattstunden sein, was dem doppelten Stromverbrauch des Landes Berlin entspricht. Der Stromverbrauch für Internet und Datendienste nimmt jährlich um rund 3 Prozent zu und wird für den Endenergieverbrauch in Deutschland immer relevanter. Hinzu kommen der Energieverbrauch zur Herstellung der IKT-Infrastrukturen und der Verbrauch, der außerhalb Deutschlands stattfindet. Rechenzentren werden zwar kontinuierlich energieeffizienter, die Effizienzgewinne werden aber grundsätzlich durch unseren steigenden Bedarf nach Datendiensten überkompensiert.

     

  • In Europa fordert die PSD2 (die EU-Zahlungsverkehrsrichtlinie) von den Banken, ihre Konteninfrastruktur im Jahr 2018 an Dritte zu öffnen, die Finanzdienstleistungen anbieten möchten. Sie betrifft Kunden, E-Commerce Händler, Zahlungsdienstleister und Banken in unterschiedlichster, wenn auch teilweise vergleichbarer Weise. Dies könnte sowohl eine existenzielle Bedrohung als auch eine Chance für Banken sein, abhängig von ihren Fähigkeiten und Denkweisen. Laura Pfannemüller, Manager in der Practice Group Private Banking, Asset & Wealth Management und Fintech-Experte bei zeb, über das außergewöhnliche Tempo des Wandels im Finanzsektor, angetrieben durch technologische Innovationen und Vorschriften.

    Frage: Die PSD2 beinhaltet zahlreiche Änderungen mit dem Ziel, den europäischen Markt für Finanz-, Zahl- und Bankdienstleistungen weiterführend zu öffnen und zu transformieren. Was ist aus Ihrer Sicht das Beste an der neuen Richtlinie?

    Laura Pfannemüller: Der Kunde wird einer der größten Gewinner sein, denn er wird noch besser in die Lage versetzt, über seine persönlichen Daten zu verfügen und wird so in seiner Position deutlich gestärkt. Durch die Erleichterung des Zugangs für neue Marktteilnehmer erwarte ich insgesamt bessere Lösungen im Markt – was letzten Endes auch wiederum dem Kunden zugutekommt.

  • Ravensburger versucht klassische Brettspiele mit digitalen Inhalten zu verknüpfen – und umgekehrt. Herauskommen sollen Spiele, die in beiden Welten zu Hause sind. Der Spielwarenhersteller nähert sich dem Thema „Hybridgames“ strategisch sowohl von der Digitalseite mit dem Münchner Tochterunternehmen und Publisher Ravensburger Digital, als auch über die klassische Spielware aus Ravensburg. Marko Hein, Head of Digital bei Ravensburger, über die Zukunft der Brettspiele und digitale Herausforderungen.

    Frage: Was macht ein „Head of Digital“ bei Ravensburger, also einem Unternehmen, das in erster Linie für Brettspiele bekannt ist?

    Marko Hein: Digitalisierung ist eines der Kernthemen, um als Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Dabei geht es neben eigentlichen digitalen Spielerlebnissen, die wir auch schon seit vielen Jahren anbieten, um Themen wie digitales Marketing, e-Commerce, digitale Produktion bis zu hin agilem Arbeiten. In meiner Rolle versuche ich, Ravensburger langfristig auf dieser Reise zu begleiten und nachhaltig in Bezug auf Prozesse, Fähigkeiten und Organisation aufzustellen. Natürlich stehen hier die Consumer Touch Points erst einmal an erster Stelle.

  • Wir hinterlassen nahezu überall, wo wir gehen und stehen, digitale Spuren. Der Computer steht schon lange auf dem Schreibtisch, inzwischen hat fast jeder stets sein Smartphone griffbereit und immer mehr durchdringt das ominöse „Internet of Things“ unser komplettes Leben. Nahezu jedes mit dem Internet verbundene Gerät sammelt fleißig Nutzerdaten. Der Tagesablauf lässt sich mit Hilfe solcher Geräte fast hundertprozentig nachverfolgen. Die Bedeutung von digitalen Spuren als Beweismittel in Strafverfahren hat daher drastisch zugenommen. Marko Rogge, Forensik Enthusiast, zu neuen Polizeiaufgaben und neue Herausforderungen rund um Datenschutz.

    Frage: Gehört die Sicherung von digitalen Beweismitteln heute schon zum Polizeialltag?

    Marko Rogge: Absolut. Es spielt eine immer größere Rolle, digitale Beweismittel zu erheben, da EDV immer häufiger Bestandteil als Tatmittel darstellen. Aber auch soziale Medien und Cloud-Dienste werden immer öfter benutzt, um Straftaten zu begehen.

    Frage: Der heilige Gral für Forensiker ist und bleibt aber das Smartphone. Wie leicht ist es für Experten, Schutzmechanismen wie Codesperre zu bei Android und iOS zu umgehen und auf die Daten zuzugreifen?

    Marko Rogge: Smartphones sammeln immer mehr Daten an und werden häufig auch dazu benutzt, um Straftaten zu planen und auch durchzuführen. Für Strafverfolgungsbehörden ist in dem Bereich bereits einiges möglich, Details dazu kann ich Ihnen leider nicht nennen.

  • Touchbedienung, Sprachbedienung, Gestensteuerung: Verglichen mit den Anfangszeiten des Computers haben Programme und Anwendungen in Sachen Bedienung riesige Fortschritte gemacht. Perfekt sind die Nutzeroberflächen aber noch lange nicht. Dr. Matthias Naab (Abteilungsleiter Architecture-Centric Engineering) und Dr. Marcus Trapp (Abteilungsleiter User Experience and Requirements Engineering) vom Fraunhofer IESE über gelungene Benutzerführung und die Herausforderungen der „Digitalen Transformation“.

    Frage: Was ist Ihre Aufgabe beim Fraunhofer IESE? Was macht ein Abteilungsleiter?

    Marcus Trapp: Wir sind ein angewandtes Forschungsinstitut für Software Engineering. Wir unterstützen Unternehmen dabei, innovative Softwaresysteme zu entwickeln und innovative Entwicklungsmethoden erfolgreich einzuführen. Da Software heute der wichtigste Innovationstreiber quer durch alle Branchen ist, kommen auch unsere Kunden aus unterschiedlichsten Branchen. Als Abteilungsleiter verantworten wir die Weiterentwicklung von Kompetenzen im Bereich Softwarearchitektur, Requirements Engineerung und User Experience. Wichtig ist uns dabei, selbst auch noch viel mit Kunden in Projekten zu arbeiten.

  • Die Herausforderungen für Unternehmen wachsen. Die Märkte sind zunehmend volatil, gleichzeitig gilt es schnell zu reagieren um im harten Konkurrenzkampf erfolgreich zu bestehen. Darüber hinaus erschweren Unsicherheit und Komplexität längerfristigen Planungen. René Büst, Director of Technology Research bei der arago GmbH, erklärt im Interview, auf was Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Strategien besonderen Wert legen sollten.

    Frage: Sie propagieren ein „Magisches Dreieck“ aus Cloud, Digitalisierung sowie Artificial Intelligence (AI) als Grundlage moderner Unternehmensstrategien. Was steckt dahinter?

    René Büst: Das „magische Dreieck“ setzt sich aus den Ecken Digital, Cloud und AI-driven zusammen. Vereinfacht dargestellt sollte es so von oben wie folgt gelesen werden: „Sei digital“, „Nutze Cloud“ und „Erweitere mit künstlicher Intelligenz“. Ich sehe dieses Dreieck aktuell als die Grundlage moderner Unternehmensstrategien. Denn wenn Sie sich einmal erfolgreiche Unternehmen anschauen, dann setzten diese bereits seit über 20 Jahren auf digitale Technologien, haben ihre Technologie-Stacks kontinuierlich erweitert und hierbei das Geschäftsmodell hinterfragt, um zu verstehen, wie Technologien sie weiter nach vorne bringen. Diese Unternehmen haben als Pioniere frühzeitig begonnen, Cloud-Computing zu nutzen und sind ebenfalls die Vorreiter beim Einsatz von Artificial Intelligence, um ihre Kunden besser zu verstehen und diesen einen besseren Service zu ermöglichen.

  • Die nächste Generation der Vernetzung hat den Fuß schon in der Tür, das Internet der Dinge (kurz IoT). Längst ist es Gang und Gäbe, zu Hause seine Lampen per App zu dimmen und das smarte Geräte die Produktion in Unternehmen steuern. Das ist aber nur der Anfang. Die Marktforscher von Gartner schätzen, dass allein in diesem Jahr die Zahl vernetzter Geräte auf knapp 8,4 Milliarden steigt. 2020 sollen es dann schon 20,4 Milliarden sein. Volker Wagner, Vorsitzender ASW Bundesverband (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V.), zu Chancen und Gefahren des „Internet of Things“.

    Frage: Kommen kleine und mittelständische Unternehmen ums Thema Digitalisierung überhaupt noch herum?

    Volker Wagner: Aus meiner Sicht ist hier die Frage nicht klein oder groß, sondern analog oder digital. Wer seine Geschäftsprozesse nicht konsequent digitalisiert wird nicht wettbewerbsfähig bleiben. Die deutsche Wirtschaft befindet sich mitten im Prozess der digitalen Transformation. Das Tempo vollzieht sich durchaus unterschiedlich. Für einzelne Branchen, die Wettbewerber mit disruptiven Geschäftsmodellen befürchten müssen, und den deutschen Mittelstand, deren Unternehmen teilweise überfordert sind, stellt die Digitalisierung der horizontalen und vertikalen Wertschöpfungsketten eine enorme Herausforderung dar. Für Deutschland als eine der größten Exportnationen hängt künftige wirtschaftliche Prosperität und internationale Stellung entscheidend davon ab, dass die Digitalisierung zum Erfolg geführt wird.

  • Digitale Transformation mit der Cloud Deutschlands wichtigste Cloud- und Datacenter-Messe verzeichnet Besucherrekord in Frankfurt London, 09.12.2016 – Cloud- und Rechenzentrenexperten aus dem deutschs ...
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